Wertschätzung des geschriebenen Wortes

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Ich komme selbst von einem sehr stark visuellen Hintergrund.

Ich habe meine Ausbildung zum Mediengestalter für Bild und Ton beim öffentlich Rechtlichen Fernsehen und Hörfunk gemacht.

Wenn es darum ging, Nachrichten zu verbreiten und Inhalte zu veröffentlichen, dann war immer ein visuelles Medium mit von der Partie.

Kein Beitrag ohne Bild oder Ton

Im Hörfunk ging es logischerweise um Audio Inhalte. Beiträge und Sendungen, die Anfang 2000 noch auf Tonbändern aufgezeichnet wurden und auch von dort gesendet wurden.

Im Fernsehen drehte sich alles um das gute Bild. Und auch hier gab es ohne ein visuelles Medium keine Sendung, Inhalt oder TV Beitrag.

Wenn man in so einem Kosmos beruflich aufwächst, dann kann es leicht passieren, die Wertigkeit von Medien, die sich rein auf Worte stützen, nicht ganz so hoch anzusetzen.

Ist das geschriebene Wort nichts Wert?

Diese Geringschätzung kommt vielleicht nur vom Aufwand Ihrer Herstellung.

Man könnte ja sagen, schreiben, das kann doch jeder.

Jeder hat einen Computer, zack Textverarbeitungsprogramm auf und schon kann es losgehen.

Und doch ist das sicherlich nicht der Fall. Sogar das Gegenteil ist richtig.

So geht doch das gedachte und aufgeschriebene Wort jeder anderen Medienform voraus.

Jeder Medienkonsument ist anders

Jede Medienform, egal ob Audio, Video, Bild oder Text hat seine eigenen Vorteile.

Und jede/r Medienkonsument/in hat andere Vorlieben.

Es gibt durchaus Leute, die einfach nur einen sehr guten Text in sich aufsaugen und der Rest entsteht dann im Kopf.

Auch kann man das Tempo beim Text selbst in der Hand. Ich kann schnell lesen oder auch langsam. Oder einen Absatz wieder und wieder lesen.

Blogger lieben Suchmaschinen

Natürlich ist es nicht nur die Ästhetik, die viele Blogger am geschriebenen Worten so schätzen.

Suchmaschinen lieben nunmal Texte, Sätze und Wörter.

Sie können diese auslesen, bewerten und in die Rangliste der Suchmaschine einordnen.

Texte, Sätze und Wörter sind nicht zu unterschätzen

Und das ist auch der Grund, warum Blog Artikel, Homepages und Webseiten ohne gute Texte nicht auskommen, wenn sie im Internet gefunden werden sollen.

Natürlich gibt es noch zahlreiche Wege, seinen Blog Artikel zu verbeiten.

Auch wird jedes andere Projekt in Texten geplant. Das kann ein Podcast Skript sein oder ein Drehbuch.

Für mich als visuellen Menschen ist dieses Medium Text sehr spannend.

Es ist für mich auch ein sehr interessantes Experiment, mich einmal komplett auf das Medium Text zu reduzieren.

Kein Bild, Video oder Audio, was irgendwie beeinflussend auf den Leser einwirkt.

Ein Text kann all dies in dem Leser oder Leserin zum schwingen bringen.

Stille Worte sind tief

Das Wort ist leise. Ein geschriebenes Wort macht kein Geräusch. Hat keinen Ton.

Erst wenn es gelesen wird, leise im Kopf oder laut mit dem Mund, bringt es die Luft zum schwingen.

Wer geübt ist im Umgang mit Worten, der kann damit dieselbe Wirkung erzielen, wie ein Maler mit seinen Pinseln und Farben oder ein Geigenspieler mit seiner Violine.

 

 

 

 

 


  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.