Spenden für Blogs und Inhalte

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Ich bin nun schon öfter im Internet auf die Aussage gestossen, dass Spenden für Blogs und Inhalte total verwerflich seien.

Ich kann diese Aussage gar nicht verstehen und sehe das auch total anders.

Erst einmal gehe ich von mir selber aus. Ich höre zum Beispiel schon seit Jahren den Podcast AudioDharma. Das ist ein Podcast über Zen Buddhismus.

Auf der Seite von Audiodharma gibt es einen Donate Button (klingt viel besser im Englischen, als im Deutschen). Donate ist eine freiwillige Gabe und eine Spende ist bei uns meist ein Almosen.

Ich habe dieses Jahr eine Spende gemacht, weil ich schon lange diesen Podcast höre und ich viele Inhalte sehr gut finde, die dort kostenfrei anzuhören sind.

Ich meine, wer selbst nicht auf die Idee kommen würde, anderen freiwillig etwas zu geben, der findet auch Spenden für die eigene Arbeit verwerflich.

Ich empfinde die Idee und das Verhalten des freiwilligen Gebens als sehr gut und zukunftsweisend.

Dies verlangt natürlich nach einem Wandel in den Köpfen. Freiwillig etwas tun, geben, sagen. Warum soll ich das machen? Was habe ich davon?

Diese Freiwilligkeit muss erst einmal entfesselt werden. Sicherlich braucht es auf der Geberseite erst einmal einen Überfluss, von dem man abgeben kann.

Aber bei Spenden geht es auch nicht um die Höhe, sondern um die Masse der Spender.

Jeder gibt freiwillig so viel er will und kann. jeder Betrag zählt.

Jeder Blogger hat laufende Kosten. Server, Hosting, Computer, Leben.

Ich als Spender kann bei dem Spenden Empfänger dazu beitragen, dass bei dem Blogger die Sache weitergeht.

Im Gegensatz zum klassischen Spenden, um Menschen in Not zu helfen, gebe ich bei Donations freiwillig etwas von mir zu jemandem, den ich unterstützen und stärken möchte.

Für mich als Gebenden ist das von Interesse. Ich möchte weiterhin die Inhalte lesen, hören uns anschauen können.

Noch interessanter wird das, wenn ich auch ein Blogger, Online Journalist, Podcaster oder Youtuber bin.

Wenn auch meine Follower, Abonnenten und Fans so handeln, wie ich bei anderen, dann komme auch ich in den Genuss, der Unterstützung.

Unterstützung – Support. Das klingt im Deutschen immer ganz anders als im Englischen. In Amerika ist es ganz klar: Support the team. Support this – support that. Die Amis sind in dieser Denkweise bereits angekommen.

Unterstützen im Deutschen. Da sind wir wieder bei Almosen oder sonstiges in einer Notlage.

Aber immer mehr Menschen haben ein Verständnis dafür, was es heißt, etwas am Laufen zu halten.

Ich kann tun, was ich tue, wenn es bei mir gut läuft, wenn ich mir keine Sorgen machen muss, wenn ich über die nötigen Mittel verfüge.

Ein Blogger, Podcaster oder Online Journalist dem der Saft ausgeht, der lässt schnell die Arme Hängen.

Mit freiwilligen Leistungen. Sagen wir mal mit Leistungen ganz Allgemein trage ich immer dazu bei die Akkus des Unterstützten am Laufen zu halten.

Und das ist der Gedanke hinter dem Spenden. Und deshalb halte ich Spenden im Internetzeitalter für sinnvoll, richtig und modern.

Ich muss zugeben, ich sollte öfter spenden. Aber ich muss auch zugeben, auf vielen Seiten sehe ich gar keinen Donate Button.

 


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